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Mit einem abwechslungsreich gestalteten Aktionstag wurde am 1. Mai 2012 bei strahlendem Sonnenschein das Jubiläum „20 Jahre Stadtmuseum Zwettl“ gefeiert. Ein vierköpfiges „Turmbläser“-Ensemble unter der Leitung von Erich Klopf sen. hieß die Besucherinnen und Besucher mit einer Fanfare willkommen und sorgte anschließend auf dem Platz vor dem Alten Rathaus für weitere musikalische Akzente. Dir. Franz Fichtinger, Obmann-Stellvertreter des Zwettler Museumsvereines, gab einen Überblick über das Jubiläumsprogramm und lud die Gäste zur Teilnahme an einer „Familien-Rätselwanderung“ ein. Insgesamt 20 Gruppen machten sich auf den Weg durch die Innenstadt und vor allem die Kinder hatten viel Spaß beim Lösen der gestellten Aufgaben. Als Belohnung winkten schöne Sachpreise. Über den ersten Preis - eine von Josefa Steger gestiftete, liebevoll dekorierte „Jubiläumstorte“ – freuten sich die jungen Rätselwanderer Sophie Gruber, Rita Eigl und Sebastian Oels. Zum bunten Spiel- und Unterhaltungsangebot gehörten historische Spiele, die für Jung und Alt ein willkommener Anlass waren, um gemütlich zu plaudern und um im angenehmen Schatten des Pfadfinder-Zeltes zu verweilen. Im Durchgangsbereich des Alten Rathauses herrschte ebenfalls rege Betriebsamkeit. Freiwillige Helferinnen und Helfer waren damit beschäftigt, auf historischen Waffeleisen knusprige Waffeln zu backen. Die Bandlweberin Bernadette Schierhuber und die Klöpplerin Leopoldine Grassauer ließen sich bei ihrer Tätigkeit gerne über die Schulter schauen und so mancher Gast nutzte die Gelegenheit, um diese traditionellen Handarbeitstechniken selbst auszuprobieren. Kurzführungen zu Sehenswürdigkeiten im Stadtzentrum Auf reges Interesse stießen die jeweils halbstündigen Kurzführungen: Mag. Ralf Wittig wusste Wissenswertes und Kurioses über die mit Sgraffiti-Darstellungen geschmückte Rathausfassade zu berichten, so z. B. über die Bedeutung der Inschriften und über einen geheimnisvollen Fund, der im Zuge der Restaurierungsarbeiten 2002 gemacht wurde und der bis zum heutigen Tag Rätsel aufgibt. Dir. Franz Fichtinger machte die Zuhörerinnen und Zuhörer im Beisein von Stadtpfarrer Franz Kaiser mit der Geschichte und den baulichen Besonderheiten der Stadtpfarrkirche vertraut. Stadtarchivar Friedel Moll erzählte über die Entstehung und Bedeutung der Dreifaltigkeitssäule, die 1727 auf dem Platz des ehemaligen Prangers errichtet wurde. Bildimpressionen vom unterhaltsamen Nachmittagsprogramm finden Sie unter der Rubrik "Fotogalerie" (Fotogalerie Jubiläumsfest 20 Jahre Stadtmuseum Zwettl). Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Frühe Zwettler Fotografen“ Mit Spannung erwartet wurde die Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Frühe Zwettler Fotografen“, die pünktlich um 18.00 Uhr vorgenommen wurde und zu der Museumsvereins-Obmann Reinhard Gundacker zahlreiche Gäste begrüßen konnte. Kulturstadtrat Johann Krapfenbauer würdigte die Leistungen des Museumsvereines Zwettl und dankte allen, die bei der Zusammenstellung und Gestaltung der Schau „Frühe Zwettler Fotografen“ mitgewirkt haben. Er meinte, dass die Vorbereitung einer Sonderausstellung „mit großem Arbeitsaufwand“ verbunden sei, gleichzeitig sei dies ein sehr erfreulicher Beitrag zur Belebung des Museums und jede Sonderausstellung trage erfahrungsgemäß auch zur Steigerung der Besucherfrequenz bei. Kulturstadtrat Johann Krapfenbauer gratulierte den Verantwortlichen des Museumsvereines Zwettl zu einer gelungenen Sonderausstellung. Werner Fröhlich, Leihgeber und zusammen mit Friedel Moll hauptverantwortlicher Mitgestalter der Ausstellung, freute sich ebenfalls über das große Interesse des Publikums und lud zu einem Rundgang durch die Ausstellung ein. Im Sonderausstellungsraum des Stadtmuseums Zwettl gab es dann viel zu entdecken und zu bestaunen: Neben seltenen Bilddokumenten werden über 100 wertvolle Fotoapparate gezeigt, die einst für die verschiedenen Aufnahmeverfahren verwendet wurden. Ein „Wanderfotograf“ samt Großformat-Balgenkamera sowie eine kleine Dunkelkammer und eine nachgestellte „Studioszene“ vermitteln einen Eindruck von der Praxis sowohl des Fotografierens als auch des Fotografiertwerdens „anno dazumal“. Hauptziel und zugleich größtes Verdienst sowohl der Ausstellung als auch des gleichnamigen, am gleichen Tag vorgestellten Zeitzeichen-Bandes ist es, die Lebensläufe und die Werke „früher Fotografen“ in Erinnerung zu rufen, die ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Raum Zwettl aktiv waren und deren Schaffen heute großteils in Vergessenheit geraten ist. Impressionen vom Ausstellungsrundgang: Werner Fröhlich erläuterte einige der ausgestellten Exponate, darunter auch ein eigener Bereich zum Thema "Stereofotografie". Neben biographischen Daten zu den einzelnen Fotopionieren - darunter professionelle Wander- und ortsansässige Studiofotografen aber auch ambitionierte Amateure wie Gustav Schneider, Josef Frank und Friedrich Stadler - bietet die Schau viele interessante Bildimpressionen, die großteils im Gemeinde- und Stadtgebiet Zwettl entstanden sind. Die jüngsten dieser Aufnahmen datieren aus den 1960er- bis 1980er-Jahren, die ältesten aus dem 19. Jahrhundert. Viele Besucherinnen und Besucher bewunderten am Eröffnungstag die ausgestellten Bilder und Kameras.
Die sehenswerte Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden (Freitag: 14.00 bis 17.00 Uhr; Samstag, Sonn- und Feiertag: 10.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr; zusätzlich in den Monaten Juli und August: Dienstag, Mittwoch u. Donnerstag von 14.00 bis 17.00 Uhr). Info: www.zwettl.gv.at/stadtmuseum
10.05.2012