470 Jahre Zwettler Geschichte online

Veröffentlichungsdatum22.03.2021Lesedauer3 Minuten
Zwettler Ratsprotokolle jetzt auch online

Mit Jahreswechsel 2020/21 wurde die Transkription des letzten handschriftlichen Ratsprotokolls online gestellt werden. Damit fand dieses beispielhafte und einzigartige Projekt nach beinahe 30-jähriger Arbeit seinen Abschluss.

Mühevolle Kleinarbeit mit Erfolg
In den Ratsprotokollen wurden die Mitschriften von den Sitzungen des Stadtrates gesammelt. Sie zeichnen somit ein buntes Bild von der Vergangenheit der Stadt Zwettl, da sie alles, was im Rat abgehandelt wurde, dokumentieren – städtischen Alltag und Ordnung des Gemeinwesens ebenso wie Konflikte und Gerichtsangelegenheiten. 

Um dieses historisch wertvolle und äußerst interessante Quellenmaterial einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, startete die Stadtgemeinde Zwettl in den 1990er Jahren ein beispielhaftes Vorhaben. Auf Anregung von Stadtarchivar Prof. Friedel Moll wurde damit begonnen, die Zwettler Ratsprotokolle zu transkribieren.

Dazu wurde im ersten Schritt jede einzelne Seite der alten Handschriften digital fotografiert. Diese Digitalisate erhielt anschließend der Wissenschaftler Claudius Caravias, der die handschriftlichen Texte in digitale Dateien übertrug. Ihm folgten Stefanie Kollmann, Cathrin Hermann, Andrea Bottanová, Günter Katzler und Tamara Frömel, welche in mühevoller Kleinarbeit digitale Schriftstücke von den jüngeren Ratsprotokollen erstellten. Die Stadtgemeinde Zwettl finanzierte diese Arbeiten mit Werkverträgen und unterstützte damit durchwegs junge Wissenschaftler.

2019 wurden schließlich die maschinschriftlichen Protokolle des Stadtrates von 1934 – 1994 durch die Firma EMD gescannt. Mit Jahreswechsel 2020/21 konnte die Transkription des letzten handschriftlichen Ratsprotokolls online gestellt werden. Damit fand dieses beispielhafte und einzigartige Projekt seinen Abschluss. 

Historischen Texte weltweit abrufbar 
Seit 2004 stellt die Stadtgemeinde Zwettl die transkribierten Ratsprotokolle auf ihrer Homepage online. Damit werden die historischen Texte weltweit abrufbar und für alle Interessenten leicht und vor allem auch gratis zugänglich. Mittlerweile stehen mit den transkribierten Ratsprotokollen rund 470 Jahre Zwettler Geschichte online zur Verfügung. Sie stoßen nicht nur in Fachkreisen auf breite Akzeptanz und bilden bis heute die Grundlage für zahlreiche Forschungsarbeiten.

Wir laden Sie ein, sich an unserem Gewinnspiel zu beteiligen.

Gewinnspiel „(Fast) 5 Jahrhunderte – 5 Fragen – 5 Gewinne“
Die Stadtgemeinde Zwettl lädt auch Sie ein, ein wenig in der Stadtgeschichte Zwettls zu forschen, und veranstaltet ein Gewinnspiel. Die Antworten auf die Fragen sind in den Transkriptionen der Zwettler Ratsprotokolle unter https://www.zwettl.gv.at/Die_Zwettler_Ratsprotokolle zu finden. 

Mailen Sie Ihre Antworten bis 30. April 2021 unter E-Mail senden oder nehmen Sie online auf www.zwettl.gv.at/stadtarchiv/gewinnspiel teil. Unter den richtigen Einsendungen werden unter notarieller Aufsicht eine GENUSS-Stadtführung sowie wertvolle Buchpreise verlost.

1. Preis: GENUSS-Stadtführung für 10 Personen
2. Preis: 1 Buch: Zwettl – Mittelpunkt des Waldviertels
3. Preis: 1 Buch: Musik in Zwettl
4. Preis: 1 Buch: Zwettler Ansichten aus vier Jahrhunderten
5. Preis: 1 Buch: Zwettler Zeitzeichen - Durch die Jahrhunderte. Zwettler Sehenswürdigkeiten und ihre Geschichte 

Fragen zum Gewinnspiel

1. Mit welchem Datum beginnen die Eintragungen in den Zwettler Ratsprotokollen?

2.  Am 9. Februar 1706 gab es im Haus des Stadtrichters eine Zusammenkunft mit dem städtischen Kammerer Augustin Wizlesperger, dem Stadtschreiber Andreas Johann Paumann und dem Herrn Franz Ertl. Wie hieß der damalige Zwettler Stadtrichter?

3.  Am 14. Februar 1855 fordert das k.k. Bezirksamt Zwettl den Stadtrat auf, Kajetan Kaar, Besitzer des Hauses No. 80 (heute: Sparkassenplatz 3), eine Concession zu erteilen. Um welche Konzession handelte es sich?

4. Am 8. Mai 1946 hielt der Zwettler Gemeinderat eine Festsitzung anlässlich des Jahrestages der Befreiung Zwettls durch die Rote Armee ab. Dabei wurde nur ein Beschluss gefasst. Worum ging es dabei? 

5. Warum konnten die Hauptschulen von Zwettl Mitte des Jahres 2001 ihre Sprachreisen nicht abhalten und suchten daher am 26. März bzw. am 29. Mai bei der Gemeinde um Unterstützung an?


Informationen zum Foto:
Beispielhaftes Transkriptionsprojekt wurde abgeschlossen (v. l.): StADir. Mag. Hermann Neumeister, Vbgm. Andrea Wiesmüller, Bürgermeister LAbg. Franz Mold, Stadtarchivarin Elisabeth Moll MBA und Prof. Friedel Moll mit den Ratsprotokollen.