Bürgerspitäler in der Frühen Neuzeit - Das Fallbeispiel Zwettl

Veröffentlichungsdatum10.04.2006Lesedauer1 Minute

Wilfried Gramm, Student der Geschichte an der Universität Wien, nahm im Wintersemester 2003/04 am Forschungsseminar „Leben in der Stadt – Das Beispiel der Zwettler Ratsprotokolle“ teil, das unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Martin Scheutz und Ass.-Prof. Dr. Herwig Weigl stand. Aus dieser Lehrveranstaltung erwuchs das Thema für Herrn Gramms Diplomarbeit: „Bürgerspitäler in der Frühen Neuzeit - Das Fallbeispiel Zwettl“, die er im Frühjahr 2006 fertig stellte und die von seinen Lehrern mit der Note Sehr gut beurteilt wurde. Nach einem Überblick über die Geschichte des Spitalwesens von der Antike bis in die Neuzeit, in dem er sein besonderes Augenmerk den Bürgerspitälern schenkt, befasst sich Wilfried Gramm eingehend mit dem Zwettler Bürgerspital in der frühen Neuzeit. Er untersucht die Organisation dieser Einrichtung, schreibt über die Aufnahmekriterien, den Alltag im Bürgerspital, die wirtschaftliche Entwicklung dieser für die Stadt so wichtigen Institution vom 16. bis ins 18. Jahrhundert sowie über das Spitalsgebäude und erwähnt auch die anderen Versorgungseinrichtungen, die es damals in Zwettl gab, wie das Siechenhaus und die Haarstube. Im Anhang an diese Arbeit finden sich unter anderem eine Liste der Spitalsverwalter ab 1309 (soweit deren Namen eruiert werden konnten) und eine exemplarische Aufstellung über die Einnahmen und Ausgaben des Spitals in der Zeit um 1750.
Wilfried Gramm stützte sich bei dieser Arbeite vor allem auf die im Stadtarchiv Zwettl vorhandenen Quellen, wie: Ratsprotokolle, Grundbücher, Spitalamtsrechnungen, Stiftungs- und Testamentsakten, Instruktionen etc. sowie auf Bestände des NÖ Landesarchivs.
„Bürgerspitäler in der Frühen Neuzeit - Das Fallbeispiel Zwettl“ ist eine wesentliche Bereicherung der Zwettler Stadtgeschichtsforschung. Dem Autor darf dafür aufrichtig gedankt und zu dieser grundlegenden Arbeit herzlich gratuliert werden.