Erstes Smart Café in Zwettl lud ein

Veröffentlichungsdatum05.02.2024Lesedauer2 Minuten
Mehrere Personen aller Altersgruppen in einem Saal der HAK Zwettl, mit Smartphones in der Hand

Regine Nestler, Doris Maurer, Ernst Sinnhuber, Bürgermeister LAbg. ÖkR Franz Mold, Michaela Rieger und Martina Dorfinger (stehend, v.l.) sehen interessiert zu, wie Schülerinnen und Smartphone-Nutzer sich austauschen.

Wer am 29. Jänner vormittags in die Aula der HAK Zwettl kam, fand dort rund 50 Damen und Herren fortgeschrittenen Alters vor, die gemütlich bei Kaffee und Kuchen beisammen saßen. Wie das?

Die 14 Schüler und Schülerinnen der 3 BK hatten zu einem "Smart Café" eingeladen, eine Veranstaltung in Kooperation der Waldviertler Wirtschaftsakademie, des Waldviertler Kernlands und der Stadtgemeinde Zwettl. Das Ziel ist es, ältere Mitbürger behutsam und niederschwellig an die neuen Technologien der Smartphones und Tablets heranzuführen.

Im Vorfeld hatte Mag. Michaela Rieger mit dem Waldviertler Kernland Kontakt aufgenommen und um eine so genannte Handybegleiter-Schulung ersucht. Diese wird vom Waldviertler Kernland im Rahmen des Projekts „digital gesund altern“ angeboten, um möglichst vielen Menschen den Zugang zur digitalen Welt zu erleichtern.

Viele Fragen, viel Spaß

Für zwei Stunden am Montag gab es statt Unterricht dann Praxis. Alle waren überwältigt, wie gut das Angebot angenommen wurde. Die Schüler und Schülerinnen hatten sogar selbst Kuchen gebacken, servierten Kaffee, und waren mit Eifer bemüht, den Anwesenden ihre Fragen zum Smartphone oder Handy zu beantworten. Alle Beteiligten gaben an, etwas Neues gelernt, aber auch viel Spaß gehabt zu haben.

Auch Bürgermeister LAbg. ÖkR Franz Mold, der seitens der Stadtgemeinde Zwettl die Initiative unterstützt, war vom Engagement der Jugendlichen begeistert. Er fand in seiner kurzen Begrüßungsansprache lobende Worte und betonte, wie wichtig es ist, in der heutigen Zeit jedem den Zugang zu digitalen Medien so weit wie möglich zu erleichtern, vor allem älteren Menschen, die beruflich nicht mit Computern zu tun gehabt hatten.

Schuldirektorin Martina Dorfinger, die solche Initiativen gerne fördert, unterhielt sich angeregt mit Seniorenbund-Bezirksobmann Ernst Sinnhuber und Doris Maurer, Geschäftsführerin vom Waldviertler Kernland. „Ich bin überrascht, wie gut dieses Angebot angenommen wird. Wir überlegen daher, ein regelmäßiges Smart Café in der Schule anzubieten“, meinte Frau Dorfinger.

Über die genauen Modalitäten muss noch beraten werden, aber Interessenten können sich ab sofort im Schulsekretariat melden und ihre Telefonnummer hinterlassen. Je nach Bedarf sollen dann in kleinerem Rahmen Gelegenheiten geschaffen werden, wo die Jugendlichen den Senioren bei Fragen zum Smartphone zur Seite stehen. Im Juni ist dann wieder eine größere Veranstaltung geplant.

Informationen zum Projekt „digital gesund altern“ finden Sie auf der Homepage des Waldviertler Kernlands.