Hitze - was es jetzt zu beachten gilt

Veröffentlichungsdatum05.08.2026Lesedauer2 Minuten
Hitze

Anhaltende Hitze belastet den Körper und erhöht gleichzeitig das Risiko für Wald- und Flurbrände. Mit einigen einfachen Maßnahmen können Sie sich selbst und andere schützen. 

Auf dieser Seite finden Sie laufend aktuelle Informationen und wichtige Tipps. Sie wird bei Bedarf ergänzt. 

Wie schütze ich mich vor der Hitze?

Ausreichend trinken

  • Täglich etwa 2 bis 3 Liter Flüssigkeit trinken (wenn keine medizinischen Gründe dagegensprechen). 
  • Bevorzugen Sie Wasser, Mineralwasser oder stark verdünnte Fruchtsäfte. 
  • Getränke lieber lauwarm statt eiskalt trinken. 
  • Alkohol sowie größere Mengen koffeinhaltiger Getränke möglichst vermeiden. 
  • Besonders Kinder, ältere Menschen und pflegebedürftige Personen regelmäßig ans Trinken erinnern.

Leicht essen

  • Mehrere kleine Mahlzeiten statt großer Portionen. 
  • Salate, Gemüse und wasserreiches Obst (z. B. Melonen, Gurken, Beeren) bevorzugen. 
  • Fettige und sehr schwere Speisen möglichst vermeiden.

Wohnung kühl halten

  • Früh morgens und nachts gut durchlüften. 
  • Tagsüber Fenster geschlossen halten und Räume verdunkeln. Rollläden und Jalousien schließen. 
  • Unnötige Wärmequellen (Backrohr, Beleuchtung, Elektrogeräte) vermeiden. 
  • Schlafräume möglichst kühl halten. 
  • Wichtig: Räume mit Gasthermen oder Gas-Durchlauferhitzern müssen weiterhin ausreichend belüftet werden.

Sonne richtig genießen

  • Helle, luftige Kleidung tragen. 
  • Kopf mit Hut oder Kappe schützen. 
  • Sonnenbrille mit UV-Schutz verwenden. 
  • Sonnenschutzmittel mit ausreichend hohem Lichtschutzfaktor verwenden. 
  • Direkte Sonne, besonders zwischen 11 und 17 Uhr, möglichst meiden.

Sport bei Hitze

  • Intensive körperliche Belastung möglichst in die frühen Morgen- oder Abendstunden verlegen. 
  • Ausreichend trinken. 
  • Sonnenschutz verwenden. 
  • Eigene Leistungsgrenzen beachten und Warnsignale des Körpers ernst nehmen. 

Wer ist besonders gefährdet? 

Besondere Vorsicht gilt für: 

  • Seniorinnen und Senioren 
  • Säuglinge und Kleinkinder 
  • Schwangere Frauen mit chronischen Erkrankungen 
  • Personen mit körperlich anstrengender Arbeit im Freien 
  • Sportlerinnen und Sportler 
  • Autofahrerinnen und Autofahrer 
  • Tierhalterinnen und Tierhalter

Bitte achten Sie besonders auf alleinlebende ältere Menschen sowie auf Personen, die Unterstützung benötigen. Oft hilft schon ein kurzer Besuch oder Anruf. 


Sonnenstich, Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag?

Sonnenstich

Typische Symptome 

  • starke Kopfschmerzen 
  • Nackensteifigkeit 
  • Schwindel 
  • Übelkeit oder Erbrechen 
  • Hitzegefühl am Kopf 
  • Unruhe

Was tun? 

  • Sofort aus der Sonne gehen. 
  • Kopf und Nacken kühlen. 
  • Ruhen und ausreichend trinken. 
  • Bei anhaltenden oder starken Beschwerden ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Hitzeerschöpfung

Typische Symptome 

  • starke Müdigkeit 
  • Schwäche 
  • Schwindel 
  • Durst 
  • starkes Schwitzen 
  • schneller Puls 
  • niedriger Blutdruck 
  • Übelkeit und Erbrechen

Was tun? 

  • Kühlen Ort aufsuchen. 
  • Flüssigkeit und Elektrolyte zuführen. 
  • Körper langsam abkühlen. 
  • Bei Verschlechterung ärztliche Hilfe verständigen.

Hitzschlag - medizinischer Notfall

Warnzeichen 

  • Körpertemperatur über 40 °C 
  • heiße, trockene Haut 
  • Verwirrtheit 
  • Halluzinationen 
  • Krampfanfälle 
  • Bewusstseinsstörungen oder Bewusstlosigkeit

Sofort Notruf 144 verständigen! 

Bis Hilfe eintrifft: 

  • Person in den Schatten bringen. 
  • Kleidung lockern. 
  • Körper vorsichtig kühlen. 
  • Bewusstlose in die stabile Seitenlage bringen. 

Weitere hitzebedingte Beschwerden

Hitzekollaps

Kann durch langes Stehen oder starke Sonneneinstrahlung entstehen. 

Symptome: 

  • Schwindel 
  • Ohnmacht 
  • Kreislaufschwäche 
  • Hitzekrämpfe 
  • Muskelkrämpfe nach körperlicher Belastung durch Flüssigkeits- und Salzverlust.

Sonnenbrand

Auch ein Sonnenbrand ist eine gesundheitliche Schädigung und erhöht langfristig das Hautkrebsrisiko. Daher Sonnenschutz konsequent anwenden.


Erhöhte Waldbrandgefahr

Bei Hitze und Trockenheit steigt die Gefahr von Wald-, Wiesen- und Flurbränden erheblich.

Bitte beachten Sie: 

  • Keine Zigaretten in die Natur werfen. 
  • Kein offenes Feuer im Wald. 
  • Grillen nur dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist. 
  • Beachten Sie allfällige Verordnungen der Bezirkshauptmannschaft bei erhöhter Waldbrandgefahr. 

Bereits eine kleine Unachtsamkeit kann einen Großbrand verursachen und erhebliche Personen- und Sachschäden nach sich ziehen. Mehr Informationen zum richtigen Verhalten finden Sie hier: Achtung: Erhöhte Waldbrandgefahr


Poolbefüllung 

Wer einen Pool befüllen möchte, sollte einige Punkte beachten. Alle Informationen zur Poolbefüllung finden Sie hier: Poolbefüllung - was wichtig ist

Quelle: Zivilschutzverband