Vor 150 Jahren: Gewerbeanmeldung von Franz Straßberger
Am 27. Februar 1868 teilte das k.k. Bezirksamt Zwettl der Gemeinde mit, dass der in Zwettl geborene 26jährige Franz Straßberger das Uhrmachergewerbe im Haus Nr. 80 in Zwettl angemeldet hatte. Das Haus mit der Konskriptionsnummer 80 gehörte damals dem Kaufmann Cajetan Kaar und dessen Gattin Anna, geb. Petzl. Es war das der ehemalige Freihof des Stiftes Zwettl in der Stadt, der Vorläuferbau des heutigen Sparkassengebäudes, Sparkassenplatz 3. Das Schreiben an die Gemeinde ist von Bezirksvorsteher Statthaltereisekretär Franz Freiherr von Menßhengen unterzeichnet.
Franz Straßberger kam am 2. September 1841 in Zwettl im Haus Nr. 165 (heute Landstraße 50) als Sohn des Strumpfwirkers Bernhard Straßberger und dessen Gattin Elisabeth, geb. Rogner zur Welt. Schon Vater Bernhard wollte 1835 das Uhrmacherhandwerk in Zwettl anmelden, was ihm von der Gemeindeführung aber mit dem Hinweis verwehrt wurde, dass es in Zwettl ohnehin zwei Uhrmacher gäbe und er, Bernhard Straßberger, doch sowieso als Strumpfwirker tätig sei. Später konnte er diesen Wunsch aber doch verwirklichen, denn 1848 wird Bernhard Straßberger als Uhrmacher genannt.
Franz Straßberger war in erster Ehe mit Magdalena Einfalt aus Zwettl verheiratet, Diese starb am 22. Jänner 1883 im 27. Lebensjahr an Typhus. Am 27. Juni 1883 heiratete er die 32jährige Maria Hayböck aus Sarmingstein. Von den aus beiden Ehen stammten Kindern erlernten drei Söhne wie der Vater das Uhrmacherhandwerk.
1892 hatten Franz und Maria Straßberger das Haus Landstraße 28 erworben.
Quelle: Stadtarchiv Zwettl, Karton 70, Reg.Nr. 108.