
Dr. Franz Pruckner, Prälat Wolfgang Wiedermann, Dr. Thomas Gunzelmann (Historiker), StR Andrea Wiesmüller, Dr. Birgit Kastner (Projektverantwortliche), Abt Johannes Maria Szypulski, Dr. Andreas Gamerith (Stiftsarchivar), Bamberger Landrat Johann Kalb, Vbgm. DI Johannes Prinz und Elisabeth Moll (Stadtarchivarin) mit einem Faksimile der Bärenhaut.
Stadtgemeinde Zwettl-NÖ
Am 28. Juni luden die Stadtgemeinde Zwettl-NÖ und das Zisterzienserstift Zwettl zur Ausstellungseröffnung „Vielfalt in der Einheit – Zisterziensische Klosterlandschaften in Mitteleuropa“. Unter den Gästen fanden sich Politiker und Partner aus den vier Projektländern. Stadträtin Andrea Wiesmüller begrüßte die Besucher und bedankte sich bei den Organisatoren für diese gelungene Kooperation. Der Bamberger Landrat Johann Kalb ist stolz, dass mit diesem Projekt zum Kulturerbejahr 2018 auf die besondere Qualität und europaweite Bedeutung der zisterziensischen Klosterlandschaften aufmerksam gemacht werden kann. Dieses Projekt ist der Startschuss auf dem Weg zum Europäischen Kulturerbesiegel, und damit eine Etappe zum gemeinsamen Traumziel, dem Weltkulturerbetitel. Die Projektverantwortlichen Dr. Birgit Kastner und Dr. Thomas Gunzelmann stellten das Projekt vor, das die bislang unerforschte Wirtschaftsgeschichte der Klöster in den Fokus rückt. Abt Johannes Maria Szypulski eröffnete die Ausstellung feierlich, was durch das Ensemble „Clarinettissimo“ musikalisch umrahmt wurde.
Europäische Wurzeln in der Heimat entdecken
Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 spürten die Klöster Morimond (F), Ebrach, Waldsassen (D), Plasy (CZ), Rein (Ö) und Zwettl in einem grenzüberschreitenden Projekt ihre Wurzeln auf. Zisterzienser waren schon im Mittelalter das verbindende Glied zwischen Regionen mit unterschiedlichen Sprachen und Kulturen. Was die Mönche im Mittelalter schufen, hat für Jahrhunderte die Landschaft geprägt, hat Krisen überdauert, Überformungen erlebt und lässt sich bei genauem Hinsehen heute noch in der Landschaft aufspüren.
Die Ausstellung zeigt, welche Fußabdrücke die Zisterzienser europaweit hinterlassen haben. Diese vergleichbaren Landschaftsprägungen verbinden den Steigerwald mit Burgund, Böhmen mit der Steiermark bzw. die Oberpfalz mit dem Waldviertel. Die dreisprachigen Ausstellungstafeln (D, F, CZ) sind für drei Wochen im Foyer der Sparkasse zu sehen. Danach wandern sie ins Zisterzienserstift Zwettl, wo sie bis zum Tag des Denkmals am 9. September zu sehen sein werden. Außerdem wird die Ausstellung in Schulen und öffentlichen Gebäuden ausgestellt.
Um das Projekt für die Bevölkerung erfahrbar zu machen, wird ein breit aufgestelltes Begleitprogramm mit Radtouren zu den ehemaligen Grangien (Wirtschaftshöfe), geführten Wanderungen und Vorträgen organisiert. Näheres zum Programm finden Sie im Veranstaltungskalender der Stadtgemeinde Zwettl und unter www.cisterscapes.eu