
Kursleiterin DI Mag. Ulrike Wernhart und Olivia Rechberger (Servicestelle Energiebuchhaltung eNu) gratulieren Leon Binder zur bestandenen Prüfung.
© zVg/eNu
Die Position des Energiebeauftragten wurde in der Stadtgemeinde Zwettl nach den Gemeinderatswahlen neu besetzt. In Zwettl ist Leon Binder, BA, BSc neuer Energie-Gemeinderat. Er hat nun die erforderliche Ausbildung absolviert.
Energiebeauftragte fungieren als Energie-Manager in der Gemeinde, die wichtige Entscheidungen vorbereiten. Dazu benötigen sie eine fundierte Grundausbildung. Genau hier setzt der Energiebeauftragtenkurs der eNu an.
Die 40-stündige Ausbildung zum Thema Energieeffizienz, Bauphysik, Energiebuchhaltung, Heizungstechnik, Lüftungstechnik und elektrischer Energie sowie der Vermittlung von Best Practice Beispielen endete mit einer Abschussprüfung.
Im Zuge der Gemeinderatssitzung am 17. Juni erzählte Energie-Gemeinderat Leon Binder aus seinem Aufgabengebiet als Energie-Gemeinderat und erläuterte den Energiebericht 2024. Alle Informationen zum Energiebericht finden Sie hier: Jahresenergiebericht 2024
Binder sprach über Energieeinsparungsmaßnahmen, die bereits im Jahr 2024 umgesetzt wurden.
So wurden 2024 insgesamt 567 weitere Lichtpunkte auf LED-Technologie umgerüstet und damit sind bereits 1.568 von insgesamt 3.958 Lichtpunkten modernisiert.
„Besondere erfreulich ist die Fertigstellung der thermischen und energetischen Sanierung der Kläranlage Zwettl-Oberhof. Darin enthalten ist die Montage einer PV-Anlage mit 30 kWp“, so Binder, der auch über die Umstellung von 37 Ölheizungen im Gemeindegebiet auf erneuerbare Heizsysteme sprach.
Ein weiterer großer Schritt in die richtige Richtung ist die Gründung einer Energiegemeinschaft für alle gemeindeeigenen Gebäude. „Diese ermöglicht es der Gemeinde, lokal erzeugte erneuerbare Energie – beispielwiese aus Photovoltaikanlagen – selbst zu nutzen und innerhalb der kommunalen Gebäude zu verteilen. Zusätzlich beschloss der Gemeinderat im März den Beitritt zur Energiegemeinschaft Waldviertel Mitte. Das ZwettlBad bezieht bereits Strom aus dieser regionalen Energiekooperation“, berichtete Binder.
Investitionen in die Zukunft
Der Gesamtenergieverbrauch der Stadtgemeinde Zwettl sank 2024 im Vergleich zum Jahr 2023 um 5,73 Prozent. Der Stromverbrauch ging um 18,05 Prozent zurück. Der Anteil fossiler Energieträger konnte im Vergleich zum Jahr 2020 bereits um 76,7 Prozent reduziert werden und liegt derzeit nur noch bei 4,96 Prozent.
Im Jahr 2024 wurden mit den neun bestehenden gemeindeeigenen Energieerzeugungsanlagen insgesamt 623.257 Kilowattstunden Strom produziert werden.
„Trotz angespannter Budgetlage müssen die Investitionen in eine nachhaltige Energiepolitik konsequent fortgesetzt werden", schloss GR Leon Binder seine Ausführungen.